Willy Dorn – Kreta entdecken und lieben

Der Maler und Grafiker Willy Dorn reiste zum ersten Mal vor 37 Jahren nach Kreta und hatte augenblicklich das Gefühl „nach Hause“ zu kommen. Zwölf Jahre lang lebte er in einem kleinen Bergdorf im Nordwesten Kretas. In dieser Zeit hat er wie kaum ein anderer diese größte griechische Insel intensiv zu Fuß erkundet und kennt Kreta fast wie seine Westentasche.

Unermüdlich ist er dabei, Neues auf dieser faszinierenden Insel zu entdecken. Mit offenen Augen und einer unstillbaren Neugier hat er die schönsten Plätze und die ältesten Ölbäume und Platanen für sich entdeckt. Versteckt liegende Kapellen, vom Grünzeug zu gewucherte Reste antiker Bauwerke und so manch andere kleinen Kulturschätze sind inzwischen feste Bestandteile seines Erlebnisrepertoires. Mit unglaublicher Freude und sehr viel Engagement zeigt er dem aufgeschlossenen Besucher die individuellen Geheimnisse Kretas.

Mehr als 150 Wander- und Bergtouren

Zu seinem Angebot von mehr als 150 Wander- und Bergtouren zählen auch spektakuläre Schluchten, zahlreiche traumhaft schöne Badebuchten und unberührte Küstenabschnitte im Süden Kretas, die zum Teil in keinem Wanderführer zu finden sind. Auf seinen eremitären Wandertouren entdeckt und erspürt Willy Dorn immer wieder besonders alte und magische Plätze mit faszinierender Anziehungskraft.

Seine beiden ganz persönlichen Kraftplätze sind zum einen die minoische Ausgrabung Agia Triada – hier beschleicht ihn das Déjà-vu, schon einmal als Verwalter der Olivenöl-Bestände vor ca. 3.500 Jahren gelebt zu haben und zum anderen der Gipfel des Gingilos in etwa 2.080 Metern Höhe, den er bereits 56 mal erklettert hat.

Willy Dorn, Kulturbotschafter Kretas

In einem Zeitungsinterview wurde Willy Dorn als ein „kultureller Botschafter Kretas“ tituliert und dies kommt seinem Ansinnen sehr nahe: Die Schönheit Kretas aufzuzeigen, aber auch auf die Verletzbarkeit der kretischen Naturlandschaft hinweisen zu dürfen: Bedingt durch die griechische Wirtschafts- und Finanzkrise wird immer wieder versucht, verbriefte Grundrechte, wie z. B. der freie Zugang zum Meer, auszuhebeln bzw. zu verwässern. Griechenland wird international von der so genannten Troika an die Wand gespart, damit Großinvestoren die größtenteils unberührten Küstenlandschaften mit ihren abstrusen, ja größenwahnsinnigen Projekten zu betonieren können. Mit seiner Begeisterung für Kreta und seiner Kritik an der politisch-wirtschaftlichen Schieflage möchte Willy Dorn darauf aufmerksam machen, was da eigentlich auf dem Spiel steht.

Das grafische Aquarel

Als Künstler arbeitet Willy Dorn in umfangreichen und großformatigen Bilder-Zyklen. Seine Maltechnik nennt er „das grafische Aquarell“ und seine Themen sind Meeresküsten, bizarre und knorrige Olivenbäume sowie pittoreske kretische Naturlandschaften, die in akribischer und idealisierter Weise dargestellt werden. Im Verlag der Griechenland Zeitung sind die Bücher „Der griechische Stuhl – Kleine Kulturgeschichte des Sitzens“ und „Olivenbäume – Beobachter der Stille“ erschienen, beide Bücher sind komplett mit zahlreichen Illustrationen und eigenen Texten des Künstlers ausgestaltet. Ein drittes Buch ist druckfrisch erst Mitte Oktober 2014 erschienen mit dem Titel „Meeresrauschen – Küsten des Lichts“. Es befasst sich, wie der Titel bereits verrät, mit Kretas vielseitigen Küstenlandschaften, die in Aquarelltechnik von Willy Dorn ganz individuell neu interpretiert wurden.